Bis zum letzten Atemzug
Ihr kennt jetzt meine Geschichte mit Sophia...
Bereits vor diesem wundervollen, weichen Kätzchen durfte ich den Weg bis zum letzten Atemzug mit besonderen Katzen gehen. Mehrfach begleitete ich meine so lieb gewonnenen Rentner bis zu ihrem letzten Atemzug.
Der vor Kurzem von mir besuchte Vortrag der lieben Tierheilpraktikerin Beate Hausner aus Warmensteinach bestätigte viele meiner Erfahrungen mit der Sterbebegleitung meiner Liebsten.
Ein Thema, das oft verdrängt wird und doch so wichtig ist.
Denn Abschied, Trauer, Liebe und Begleitung gehören zum Leben dazu — bei Mensch und Tier gleichermaßen. 🕊️🐾
Besonders schön fand ich die ruhige, liebevolle und natürliche Sichtweise auf das Lebensende.
Nicht Angst stand im Mittelpunkt, sondern Würde, Vertrauen und Herz.
Und genau darauf kommt es an...
Man entscheidet sich bewusst, den Weg mit dem lieb gewonnenen Tier zu gehen.
Das Schlafplätzchen noch schöner und weicher auszustatten. Einen Rückzugsort zu schaffen. Sich bei dem Wunsch nach Nähe bewusst Zeit zu nehmen und mit dem Kater zu kuscheln — egal wie knochig er geworden ist, wie sehr er sabbert.
Er sucht die Nähe auf dem Schoß oder neben einem auf dem Sofa und zeigt uns Menschen seine so große Liebe.
Spezielles Räucherwerk, die Kraft, das auszuhalten, was die Natur eigentlich als selbstverständlich empfindet und uns Menschen leider oft aberzogen wurde.
Ich hatte keine Großeltern, die zuhause starben.
Von dem Tod meines Opas erzählte man mir damals nicht einmal etwas — vermutlich, um mich fälschlicherweise schützen zu wollen.
Doch es ist so wichtig, trauern zu dürfen.
Und auch den Tod als das anzusehen, was er vielleicht ist:
ein Übergang in ein anderes Sein.
Die Geburt mit dem ersten Atemzug wird pompös gefeiert — der letzte Atemzug in unserer Gesellschaft dagegen leider oft übersehen.
Dabei ist nichts Peinliches, Ekliges oder Schmutziges am Tod eines Wesens.
Es ist eine Ehre, einem Lebewesen den Abschied so angenehm wie möglich machen zu dürfen.
So natürlich wie möglich.
So bewusst und sanft wie nötig.
Und irgendwann den Frieden zu spüren, dass es richtig war, sie natürlich begleiten zu dürfen.
Tja... während ich diesen Beitrag schreibe, laufen mir wieder Tränen über die Wangen...
Danke Othilie, Jason, Jocker, Gandalf, Gismo, Sophia, Anikin, Hexi, Sternchen, Marie und Timmy.
Euch alle durfte ich ein Stück in meinem Lebenszug begleiten.
Schön, dass ihr an den verschiedensten Haltestellen mit eingestiegen seid...
Jeder so lange, wie er mitfahren wollte...
Kommentar hinzufügen
Kommentare